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Sportpresseball Review

Ein Trompetenstoß auf die deutsche Gründlichkeit: Nach sage und schreibe zwei Stunden und 30 Minuten die ich auf dem Ball verweilte, dort schon aß, drei Bier trank, um ziemlich genau 22.00 Uhr wurde ich recht unfreundlich von einem Sicherheitsmann aus dem Sportpresseball aus der alten Oper hinauskomplimentiert nachdem ich gerade versuchte auf Toilette zu gehen. Aussage, trotz meiner mir vorliegenden Einladung, lautete: Abendgarderobe in Schwarz wäre vonnöten. Man hätte sich beschwert, es wären Leute ( Ich, sic) ohne Abendgarderobe auf dem Ball. Ich verwies auf meinen sehr edlen, allerdings hellgrau gestreiften „Hugo B…” Anzug (und meine in Anzugfarbenen sehr feinen und teueren N… Turnschuhe) und meinte wie es denn sein könnte, das ich zwei Stunden unbehelligt ohne jemanden zu stören oder zu behelligen (neben uns standen vorher am Tisch Peter Fischer/Eintracht Frankfurt und Justizministerin Brigitte Zypries) nun das Feld räumen solle. Der Sicherheitsmann verriet mir das er selbst einen ganz billigen und zugegebenermaßen sehr häßlichen schwarzen Anzug anhätte, es nicht persönlich gemeint se, es ihm leid täte und legte mir Nahe mich in Schwarz umzuziehen und wiederzukommen. Ich verneinte höflich und kann nur sagen: Sportpresseball, nein Danke. Wozu auch …? Ein Sportpresseball und keine Turnschuhe erlaubt? Eieiei. Setzen, sechs! Tatsächlich war ich nicht der einzige Mensch mit Turnschuhen an, aber der einzige der einen nicht schwarzen Anzug trug. Von den Aufzügen die manche(r) dort anhatte wollen wir hier besser mal nicht reden. U.a. hatte die Eventagentur der Post wohl die Idee ein paar Musiker auf Pappkartons und Hupen , extrem corporategerecht postgelb gebrandet flötend durch die Mengen jauchzen zu lassen-dies wäre ein echter Anlass zum Hinauskomplimentieren gewesen.