Archive: Juli 2008 - BOMBER - studio for urban graphics, design & native communication, urban nerd art, illustration, street art, innovation

Joke der Woche I

Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet, weil sie [ALT] + [Entfernen] drücken.

Copypaste is King ®

Heutzutage lernen muss schwer sein, denn man kann sich jegliche Information aus dem Netz per drag & drop oder schlimmstenfalls per copy-paste auf seinen Rechner ziehen und in die zu bearbeitende Aufgabenlösung einfügen. Wie ich erfuhr gibt es mittlerweile von Lehrkörpern eingesetzte Programme, die Textzeilen erkennen können um diesen „Schnelllerneffekt” zu unterbinden. Sollte man daher nicht den gesamten Lernprozess in Frage ziehen oder zumindest an die gegebenen Umstände anpassen? Nichtsdestotrotz habe ich den Eindruck sind die Kids rechnertechnisch immer einen Schritt schneller...

Das Ende der Nachfüllpackungen

Was früher gang und gäbe war, nämlich Nachfüllpackungen die in den Regalen der Supermärkte feilgeboten wurden, ist heute gähnender Produktgleichstand zu sehen. Die wabbeligen Folien mit meist blubberndem Inhalt sind meines Erachtens mindestens seit der Jahrtausendwende verschwunden und starben so schnell aus wie Tamagochis. Nicht einmal in den Supersupermärkten der vermeintlich etablierten Konsumenten, den Metros und Fegros dieses unseren Landes sind sie noch zu finden. Welcher Trend hat die Key Accounts und Productmanager dazu bewoben, diese seltenste Spezies ganz aus dem Markenparadies...

Spruch des Tages IV

„Was nützt das ganze Geld, wenn kaum etwas für Kultur übrigbleibt?”

Spamkultur

Glücklich, wer nicht ständig im NETZ (www.internet.aaaarrrggghh) agieren muss. Wie in der realen Welt gibt es auch hier unerwünschte Werbung im Briefkasten. Mittlerweile hat sich diese Technik des Zumüllens mit unerwünschter Information zu einem Weltsport entwickelt (Klar, ich als Graffitiartist muss gerade den Mund aufmachen: Unerwünschtes Hinzufügen von Artwork usw.), aber dies nimmt geradezu beängstigende Ausmaße an. Mittlerweile bekomme ich schräge Mails über meine Kontaktbutton. Gestern war der einsame Höhepunkt.

Ampelsalat

Vorhin vom Laufen gekommen und eine witzige Ampelanlage bei mir ums Eck entdeckt, die einen und jetzt kommts FELDWEG über eine Landstraße leitet. Wäre ja nicht weiters schlimm, wenn dafür nicht unser aller Steuergeld an die Großkopferten (wie ich lesen durfte, werden die meisten Ampelanlagen durch die Fa. Siemens gestellt) fließen würde. Wie ich weiterhin lesen durfte, wären Kreisel billiger in der Anschaffung und für den Verkehr um einiges effektiver, da dieser dann fließen würde und nicht ständig stocken müsste. Grundsätzlich finde ich, haben diese Teile eh mehr Charme, als so eine...

Satz des Wochenendes I

Vorne herum mit dem Brot wedeln und hinten rum die Wurst stehlen.

Wir sind Kaiser™

Nettes Sendekonzept auf ORF entdeckt: Wir sind Kaiser ist ein kurzweiliges, schnelles aber nicht zu ernst zu nehmendes Talkkonzept auf ORF bei dem Talk-Gäste wie eine Art Bittsteller zu dem Moderator aufschauen müssen. Zuschauer in den ersten Reihen werden als Staatsgäste verkleidet und ein Master of Ceremony stellt die Unerschrockenen vor. Herrlich. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

„Die Geister, die ich rief, werd ich jetzt nicht mehr los …”

schrieb dereinst Goethe, die alte, letzte Universalgeniekackbratze. in diesem Zusammenhang muss man heutigen Hip Hop Festivals die Ernsthaftigkeit bei der Organisation Ihrer „Sideevents” im Zusammenhang mit Graffiti absprechen. Meist dümpelt dieser Part lieblos, 99%ig unbezahlt (diese „Künstler”/Artists sehen im Gegenzug zu Ihren dummdreistlabernden Rapkollegen meist keinen Cent), gelangweilt gesponsort von lackherstellenden Industriesatelliten (Montana, Molotow oder umgekehrt), ein ödes Banner der „sponsorenden” Unternehmen einsam durch die farbstaubvernebelte Kulisse wehend, am Rande...

Recht auf Fortpflanzung

Für jeden Scheiss gibt es einen Rechtsbereich. Wie schauts mit den wichtigen Rechten aus? Mit dem Recht auf Fortpflanzung? Pustekuchen. Sogar Spielzeugfiguren treibens bunt.

Bierkutschen

Hui, gestern abend bei und mit Freunden Boxen geschaut und einmal achtgegeben was da an Werbung läuft. Mit weitem Abstand gewann Bier- und Autowerbung vor weit abgeschlagen; Versicherungswerbung. Insgesamt zählte ich bei den zwölf Pausen des KlitschK(l)o Kampfes neun mal Bierwerbung – einsamer Rekord. „In Krisenzeiten wird viel gesoffen.” Den Spruch kannte ich bereits, aber das die Krise so herbeigesehnt und herbeigeworben wird war mir dann doch neu. Aus dem Ergebnis lese ich die so herbeigeführte These: Man soll durch Bier besoffen in neuen Automobilen Versicherungen abschliessen....

Die KIWIs kommen …

Ab kommenden Montag 14.07.08 kommt der STICKUPKIDS CREW Part aus Neuseeland zu Besuch. Grund genug eine Fläche in Frankfurt zu besorgen. Dies gestaltet sich schwieriger als erwartet (siehe unten), aber ich verknüpfe einfach das eine mit dem anderen, also den Brief an das Kulturamt mit der Aktion. Mal schauen was dabei heraus kommt: Hallo Frau Kujer, hallo Frau Tennagels, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort auf meinen verärgerten Brief. Ich möchte vorschlagen, dass wir uns einmal in naher Zukunft treffen, denn es gäbe genügend Möglichkeiten dieses Thema Graffiti und Street Art in Frankfurt...

Spruch des Tages III

Neue Woche, neues Glück. Hier der Spruch des Tages: „Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.”

Offener Brief an das Kulturamt der Stadt Frankfurt

Hallo, gerade mal den Schlagbegriff Graffiti auf der Seite Kultur in FFM eingegeben und als Ergebnis zwei Einträge des Jazzcafes Mampf bekommen. Glauben Sie nicht auch das es lange überfällig ist in einer Stadt wie Frankfurt, dass Graffiti als Kulturbestandteil gesehen werden darf? Müssen es immer die althergebrachten Kulturinstitutionen (wobei modernes Graffitiwriting auch schon 40 Jahre existiert) sein, die förderungswürdig medial vertreten werden? Ich finde es persönlich eine Schande, wie pauschal und populistisch mit dieser Thematik in Frankfurt umgegangen wird und ich bin es leid...