Archive: August 2008 - BOMBER - studio for urban graphics, design & native communication, urban nerd art, illustration, street art, innovation

„Das einzige was bleibt …

… von einer toten Rose ist der Name.” Also: schreiben, schreiben, schreiben. Denn wer schreibt, bleibt.

Spruch des Wochenendes

„Pedantisches Beharren ist der Kobold kleiner Geister” Ralph Waldo Emerson

Eine zweite kleine These

Wenn wir Beuys glauben dürfen ist Kunst eine revolutionäre Kraft. Die einzige, wie er sagt. Die moderne zeitgemäße Kunst hat keinen Einfluss und keine Kraft, da sie sich zu weit vom Leben des Allgemeinbürgers entfernt hat. Er muss sie aufsuchen und Ihr huldigen, muss sich mit ihr beschäftigen um sie zu verstehen. Freuen dürfen sich denn also auch die Malerinnungen weltweit, die immer brav die leichtfüßig aufgebrachten Sprühdosenmalereien übermalen dürfen und damit auch eine Art Zensur ausüben und dafür noch kassieren.

Verschenkte Idee Teil I

Tja, und da kommt mir wieder einmal eine Idee. Mich wundert es doch schon lange, dass es in Deutschland keine Reggae Band gibt, die „Rastafahndung ™” heisst. Das Gute liegt immer so Nahe …

„Folge Deiner Leidenschaft!”

Dies und andere altkluge Weisheiten lese ich gerne in allen möglichen Variationen, meist im Zusammenhang mit Marketing und Werbung um mir ein Produkt/Dienstleistung „emotional” näher zu bringen.  Wenn nun einen die Leidenschaft früh gepackt hat und man ihr folgt, bekommt man unter Umständen ganz schnell die Grenzen dieser Aussage zu spüren; spätestens wenn man mit der Farbspraydose einem künstlerischen oder kunsthandwerklichen Berufsbild nachgehen will.

Back from the track

Bin wieder aus der schönen Schweiz zurück. Es war, bis auf den Vorfall mit meinem Auto, alles ganz fein. War am Dienstag mittags mit Shark und der Ex-Miss Schweiz Mahara McKay (http://maharamckay.ch) lecker italienisch essen.

Spruch des Tages V

Wertigkeit passiert nur im Kopf. Ob Wert oder Unwert entscheidet nur unser Schädel. Wenn man sich dessen bewusst wird, hat die Warenwelt kaum noch einen wirklichen Sinn.

Äs grüäzi us dr schwiiiz

Gestern auf der Hinfahrt in die Schweiz überhitzt der Motor meines Autos, da die Wasserpumpe den Geist aufgegeben hat und ich nicht die Temperaturanzeige beobachtet hatte. Ein wirtschaftlicher Totalschaden, da die Reparatur des Kfzs den Restwert übersteigt. Trotz allem ließ ich mich nicht aufhalten und bin mit dem Zug nach Zürich zu Shark und Pius Portmann/Mate weitergefahren. Mittwoch gehts weiter nach Biel zum Royalarena Festival (u.a. mit De la Soul u.v.a.) auf dem unter anderem Neon, Cemnoz und ich life malen werden. Die erstellten Arbeiten werden dann versteigert. Freue mich Seyo und einige...

Eine kleine These

Ruhige Flächen suggerieren Sicherheit. Eine Sicherheit, die es nicht wirklich gibt. Im Gegensatz zu einer Natur, die alles unreguliert wild wächsen lässt, wird dem Menschen unterstellt sich in ruhigen Flächen wohlfühlen zu sollen. Dabei spielte sich, wenn wir der Geschichte glauben dürfen die Menschheitsentwicklung größtenteils in einer unruhigen Umwelt ab. Einzig die Werbung darf diese vermeintliche optische Ruhe unterbrechen bzw. stören. Eine menschliche Antwort bzw. Reaktion darauf ist nicht erwünscht und erlaubt. Graffitiwriting und Street Art ist aber genau das. Ich sehe...

Ein Kurzstatement vom Jahrestreffen der Chemischen Industrie

”Warum, meine Damen und Herren überziehen wir dann nicht alles existierende im öffentlichen und privaten Raum inklusive aller Fahrzeuge und Menschen mit einer Lotus Lackschicht als Schutz vor Graffiti und Vandalismus? Wir gewinnen eh doppelt. In der Herstellung aller Komponenten: Sprühlack und Lotus-Schutzlack” (Allgemeiner Applaus, euphorische Zurufe, die ersten Villen werden via Mobiltelefon gekauft)

Armer Künstler, hier Deine Sozialkasse

Viele die ich kenne, verwenden gerne das Klischeebildes des armen gescheiterten Künstlers (Tischbeins Gemälde wird dazu viel beigetragen haben). Als „guter” Künstler hat man zu Lebzeiten NICHT erfolgreich zu sein und erst nach seinem Tode wird man berühmt und die Erben werden posthum reich und bekannt. Als Künstler muss man herzlich naiv sein, was Geldgeschäfte, menschliche Eigenschaften und Staatsdinge angeht und darf dafür beinahe die Rolle des Hofnarren spielen. Qua defitionem sind alles andere sind Geschäftemacher, Pseudokünstler und Gewerbertreibende. Erstaunlich, dass...

Das Überraschungsei

Danke für so viel unsinnige deutsche Politiklandschaft. Gehts eigentlich noch blöder? http://www.welt.de/wirtschaft/arti2296744/Niemand_will_das_Ueberraschungsei_abschaffen.html

Wie man es NICHT machen sollte

Hier ein schönes Beispiel für Fake. „Rechtzeitig schaffte er den Sprung aus der Grafitti Szene.” Nicht nur, dass die Seite vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt, nein, die Impertinenz mit der gegen illegales Graffiti (bitte mit Doppel F und einem T) gewettert wird verrät den Staatsapperatschik und die damit zusammenhängende Manipulationsmechanik. http://reneturrek.com/

VA Tip(p)

Nährboden der Wut

Fame ernährt niemanden wirklich. Zumindest in Deutschland nur wenige. Und diejenigen welchen nur durch die gnädigerweise auserkorenen Medien. Medien bedeuten Macht - und deswegen war auch Graffiti immer für die Allgemeinheit beängstigend, da es ein eigenes autarkes Medium war. Deswegen haben auch Staatsgebilde ein Interesse daran es zu überwachen und zu jagen. Das ist zum Großteil seit dem Internet u Email passé. Wenn ich mir überlege, dass Staaten weltweit vernetzte Sonderkommissionen zur Ermittlung von illegalen Farbgestaltungen ins Leben rufen, dann stimmt etwas nicht. Schließlich...