Warum der Name „BOMBER ®” – why the name ”BOMBER ®”

Bombertag 2007

 

Warum der Name „BOMBER ®” ?

 

Meine Gestaltungskarriere mit der Farbsprühdose und Marker, das so genannte Stylewriting (volkstümlich auch Graffiti genannt) nach dem Prinzip „Be the change you wish to see” startete 1988.

In Paris sah ich eine beeindruckende Anzahl so genannter Tags des Graffitikünstlers „BOXER” CTK im Stadtbild. Ich begann mir einen Namen auszudenken, der ähnlich klang und kam dabei auf den Namen „BOMBER ®”. Erst nach und nach realisierte ich, dass bombing oder to bomb ein quantitatives Merkmal des Graffitiwritings bedeutet.

Ebenso bedeutet der Namen in vielen romanischen Sprachen einen geschlossenen Behälter, der unter Druck steht. Ich möchte daher jeglichen politischen oder gewalttätigen, bzw. militärischen Zusammenhang ausschließen, denn die Namensgebung war einfach reiner Zufall und hätte auch grundsätzlich komplett anders ausgehen können, da es beim Graffiti-Stylewriting vorrangig um die Ästhetisierung der Buchstaben, statt um den Inhalt geht.

Die ursprüngliche Idee hinter Grafftiwriting ist die eigene Schriftidee (den STYLE) als Ausstellungsobjekt in die Öffentlichkeit zu tragen. Befreit von ihrer Ein- bzw. Zweidimensionalität, befreit von ihrer Zweckhaftigkeit, gegeneinander nur durch ihre Stilistik kämpfend, schafft der Graffitiwritingkünstler Schrift von ihrer Gesetzmäßigkeit zu entbinden.

Er schafft es, sie eigenständig zwischen allen Menschen zu positionieren. Dabei nutzt er sie einerseits als bewußte und abstrakte, in sich politisch und humanistische Antwort auf die absichtliche Penetration seitens der Werbung und der Medien. Andererseits wird das Grafftiwriting zum individuellen Aufschrei innerhalb einer oftmals unmenschlichen Architektur. Es war die archaische Wiederentdeckung des öffentlichen Raums als Gestaltungsobjekt, die einen Bogen bis in die Anfänge des menschlichen Zusammenseins schlug.

BOMBER 2009

Was wäre Bomber ohne Bomberjacke? Hier meine aus den Jahren 1992 -1998

 

 

CityIndians_WarHol-

City Indianz War Hol. Freestyle Piece together with Katmando at my Hall of fame/Brotfabrik Frankfurt, Piece of the month at the british mag Hip Hop Connection, 1990

 

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STATEMENT

My design career with the spray can and marker i.e. in stylewriting (also known as Graffiti) started in 1988 following the principle “be the change you wish to see”.

Today art work with spray can and other materials/tools in the public and private spaces is referred to as Urban Art or Street Art. In Paris I saw an impressive number of tags by the graffiti artist “BOXER” CTK.

I started to search for a name with a similar touch and found “BOMBER”. Later I discovered that bombing or to bomb denote a quantitative aspect of graffiti writing. In many Romance languages BOMBE refers to a pressurized closed container. I would like to emphasize that the name BOMBER has no military or violent connotation whatsoever. It is simply the result of coincidence. It could also have become a totally different name because in graffiti stylewriting the focus is primarily on the aestheticization of letters and less on content.  

Meeting of Styles 1998, Bomber, Blade (NYC), Cantwo am Schlachthof Wiesbaden

Vor einer frisch angebrachten Harald Naegeli Figur an der Schirn, Frankfurt 1993 © Peter Loewy