LEGAL WALL 4 FFM

März 12th, 2010

Leider reibe ich mich immer noch an Frankfurt, obwohl ich das nicht will. Wo bleibt Frankfurts legale Wand? Andere Städte ziehen auch hier wieder an der Diva am Main vorbei, obwohl da sehr früh viel bewegt wurde.

Außer kleinen Flächen an der Naxos Halle, die jetzt abgerissen werden, war einfach nichts offiziell. Warum eigentlich? An der Menge der Graffitisten kann es ja nicht liegen.

Ich werde auch nicht an die OB in ihrer Funktion appelieren wie ich es schon per Brief tat, sondern verweise einfach auf unsere Website www.einwandfrei.org, die demnächst wieder zur Verfügung steht.

Peinlich für eine angeblich weltoffene Metropole.

Foto: © Titanic Cover aus den 70ern

HOPE

März 12th, 2010

Zum Thema der Themata ein unglaublich tolles Video mit einem echten Hammersong Charlie Winston-In your hands:

http://www.youtube.com/watch?v=UfQbvn2ACzc&feature=related

Ist schon eigenartig, das selbst Protest sich verkaufen muss um zu überleben oder zumindest sich ermöglichen darf. So ähnlich dürfte es auch Banksy mit seinem Filmtitel „Exit through the gift shop” sehen.

Danke an Desireé!

Programmierer-eine andere Spezies?

März 11th, 2010

Nicht nur dass das Netz jetzt zum Gutmenschsystem mutieren soll (siehe Facebook-Vergewaltigerthema und Friedensnobelpreisverdächtig-unfassbar lächerlich), es wird jetzt garantiert bald so kommen, wenn es nicht schon so ist, dass unsere Daten nicht mehr auf unseren Rechnern liegen, sondern werweisswo.

Nun ja, das nur nebenbei bemerkt. Das eigentlich verwunderliche ist die mir fremde Spezies Programmierer, insbesondere diejenigen unter ihnen, die gerne Befehle nach jedem Update eines Programmes gerne irgendwo verstecken, wo man sie garantiert nicht mehr sofort finden kann.

Wie kommt so etwas? Denken die nicht mit? Ist denen das egal? Geht das aus „technischen” Gründen nicht anders?

Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, ständig ins Auto steigen zu müssen und ständig schauen zu müssen wo das Lenkrad jetzt versteckt wurde und warum das Gaspedal jetzt im Kofferraum untergebracht wurde usw. um mal den berühmt berüchtigen Vergleich zu ziehen.

Also, Programmierer, denkt mal bitte an die doofen User (DAU) wie mich. Danke.

Foto: Zini, das Wuslon

DARE TWS R.I.P.

März 7th, 2010

Wie ich gerade von Klaudie aus München erfuhr und eben noch mit Wolfgang Krell /Cole in Lahr telefonierte und er es mir bestätigte ist letzte Nacht um 21.00 Uhr Sigi von Keoding a.k.a. DARE aus Basel seinem Krebsleiden erlegen.

Ich bin tief bewegt, da ich Sigi gut kannte und ihn und Wolfgang Krell noch im Sommer in Zürich beim Meeting of Styles traf.

Die Graffitiwritingwelt verliert einen enorm wichtigen Künstler. Mein Mitgefühl geht an die Angehörigen. DARE hatte u.a. die Carhartt Galerie Kuration inne.

„Heaven is just another trainyard, Sigi.”

Oben: Ein Portrait, dass ich von ihm 1996 in der Schweiz sprühte.

Oben: DARE; SHARK, TOAST, KESY, LOOMIT. SEEMSOE und meine Wenigkeit, Genf 1999.

Review Pecha Kucha und Anke Engelke

März 5th, 2010

Gestern abend die 14. Pecha Kucha Night im Frankfurter Kunstverein bestritten, bei der ich unter einigen gestandenen Professoren und einer Menge HfG-Abgängern einen kleinen Teil meiner Arbeiten präsentieren durfte. Es war ein so großer Andrang, dass um 19.15 Uhr der Einlaß abgebrochen wurde. Insgesamt waren weit über 200 Zuschauer im Saal. Die 20 Sekunden pro Bild, die man hat sind arg wenig und wenn man sich, wie ich, nicht wirklich vorbereitet hat und auch sehr viel mitteilen will, dann kann es schon dazu führen dass man mitten im Satz abbrechen muss um das nächste Bild zu erklären. Schön war es trotzdem und ich kann es nur jedem empfehlen da mal mitzumachen. Danke an Il Jin/Atem der tapfer mit aushielt und Fotos schoß.

Eben gerade bekomme ich von Lunar aus Zagreb noch folgenden Link gemailt der ein Interview von Anke Engelke mit Fedor (Can2) und mir 1994 zeigt:

http://www.ilovegraffiti.de/blog/2010/03/04/anke/

Ganz köstlich.

14. Pecha Kucha Night in Frankfurt

Februar 24th, 2010

Am Donnerstag, 04.03.2010 darf ich diesmal im Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44 in meiner Funktion als Illustrator auf der 14. Pecha Kucha Night referieren.

Zum Anlass der Ausstellung »Das Wesen im Ding« sollen die Vorträge sich deswegen vor allen Dingen im Zeichen der Objektbetrachtung und der Dingwelt drehen.

Beginn 19:30, Einlass 19:00h.

Den gesamten Abend wird Herr Peter Cachola Schmal, der Direktor des Deutschen Architekturmuseums moderieren.

Mehr Info auf http://www.pechakuchanight.de/agenda.htm

Auch wenn ich nicht ganz daran glauben will …

Februar 22nd, 2010

… dass digitale Unterschriftensammlungen etwas bringen, zumindest unversucht lassen sollte man es denoch nicht. Allerdings glaube ich nicht, dass eine zusätzliche Besteuerung (wie im Clip vorgeschlagen) helfen wird, da die Banken diese Kosten 1 zu 1 an uns Kunden weiterreichen werden. Daher empfehle ich eher eine allgemeine Steuerverweigerung (bitte jetzt nicht mit dem Vorwurf der Staatsverhetzung kommen):

Hier der Aufruf:
Das Kasinosystem der gegenwärtigen Finanzmärkte lebt von ungezügeltem Wachstum und rücksichtsloser Spekulation. Das Ergebnis: die aktuelle Krise kostete Millionen von Menschen ihren Arbeitsplatz. Seit Jahren bemühen sich Aktionsbündnisse um die Einführung einer Finanztransaktionsabgabe – auch als Tobin-Steuer bekannt.

Nun ist es Zeit, dass alle ihren kleinen Beitrag leisten. Attac koordiniert eine internationale Internet-Aktion. Organisationen und Netzwerke aus der ganzen Welt fordern, eine globale Finanztransaktionssteuer einzuführen.

Spätenstens der Werbeclip
http://www.youtube.com/watch?v=laS_UOGbOmU&feature=player_embedded
(übrigens mit der bezaubernden Heike Makatsch und JayJay Liefers) sollte euch überzeugen.
Die Zahlen sind beeindruckend.
Schenkt der Sache 5 Minuten und gebt eure Unterschrift ab.
http://www.steuergegenarmut.de/

Die Pädagogik übernimmt ab jetzt die Rolle der Subkultur

Februar 22nd, 2010

Wie ich gestern erfuhr, erstellen mittlerweile gestandene Pädagogen Workshops zum Thema Hip Hop und Graffiti. Unter anderem auch in meinem Heimatort. Na prima. Prost Neujahr 2010.

Btw. Werbung:

Februar 16th, 2010

Intelligente Werbung in der Zielgruppe schaut heutzutage so aus. 3D-Gründer und Graffiti artist der Band Massive Attack aus Bristol wurde es angeblich untersagt seine Werbekampagne im Londoner Untergrundsystem der U-Bahn zu hängen. Netter Werbeeffekt ist, daß alle communities und blogs (inkl. mir selbst) mit dieser Info geposted sind und dies somit eine prima Werbung für seine neue Platte ist. So geht das !

Info unter http://urbanshit.de/?p=1835

Freak Business

Februar 15th, 2010

„Not macht erfinderisch” und auf diese aus dieser Not geborene Ideen stürzt sich dann der Rest, dem es möglicherweise besser geht (oder der einfach keine oder wenige Ideen hat). Nach gründlicher Analyse vieler Unternehmensanfänge und deren Historie kann ich immer den gleichen Verlauf nennen: Mittelloser Freak mit revolutionärer Idee gibt sein Wissen preis, gründet ein Unternehmen, wird von Geldgebern oder vermeintlichen Partnern über den Tisch gezogen in dem sie ihn kurz bei der Leine halten und/oder ihre eigene Brut die Firma führen lassen. Er wird aus dem mittlerweile durch die Idee rentablen Firma gemoppt, die danach weiterhin seinen Namen trägt usw. Gottseidank gibt es auch genügend Gegenbeispiele wie ich gerade bemerke. Firmengründer, die von den Banken mitgetragen werden, da diese am Gewinn indirekt beteilgt sind.

Foto © Bomber: Echte Freaks auf dem Auxburg Jam 1996.

Und nun etwas COOLE Werbung …

Februar 8th, 2010

… und dafür bekommt man dann auch noch was ganz nettes. Neulich malte ich mit KENT eine Wand für Jim Beam im Rahmen dieser Aktion. Also schnell mitgemacht und kostenlos abgesahnt:

THE STUFF INSIDE
Hol dir eins von 100 Jim Beam Dankespaketen (eine Flasche Jim Beam White und 2 Jim Beam Gläser).

Dich interessiert, was andere auf dem Kasten haben? Auf thestuffinside.de präsentiert dir Jim Beam Menschen, die ihr Hobby mit wahrer Leidenschaft ausleben und die es echt drin haben. Komme auf thestuffinside.de und unterstütze andere als FAN mit deiner Stimme bei ihrem Traum. Oder finde selbst Unterstützer für dein großes Ziel und registriere dich als STUFF INSIDE CHARACTER.

So oder so, die ersten 100 Registrierungen erhalten je ein Jim Beam Dankespaket und zwar ganz einfach:

1. Schnell mit dem Zugangscode “bomber” und deinem Geburtsdatum einloggen.
2. Im Portal mit deinem Namen und deiner E-Mail-Adresse registrieren.
3. Profilbild hochladen. Fertig.

Lebe THE STUFF INSIDE und zeige uns auf WWW.THESTUFFINSIDE.DE, was in dir steckt!

PS: Du hast Menschen, die dich bei deiner Leidenschaft unterstützen und du möchtest dich bedanken? Registriere dich und stelle deinen Traum vor – mit Fotos, Videos und mehr. Die STUFF INSIDE CREW hält Ausschau nach gut gepflegten Profilen. Bist du dabei, darfst du dich bei 5 deiner Supporter mit je einem Jim Beam Paket bedanken.

Wem gehört der öffentliche Raum?

Februar 5th, 2010

Diese Frage stelle ich mir schon lange und sie wird eine der bedeutenden der Zukunft. Im Zuge der Fotoaktion von Google hat das bedrohliche Formen angenommen. Wenn China sich weigert abfotografiert zu werden und bestimmte Seiten zu sperren hat das auch etwas mit Souveränität zu tun. Wenn die Schweiz Ihr ureigenstes Prinzip (das Bankgeheimnis) aufgeben soll, dann findet eine Systemgleichstellung vom allerfeinsten statt.

Gestern schaute ich seit langem einmal wieder TV: Scobel bei 3sat. Heftig, ein Tool namens Goggle, Gesichtserkennung via handyapp soll einem erklären was und wer da z.B. mit einem auf der Party herumsteht. Damit ist die Grenze der Privatsphäre definitiv überschritten und wir in einem Überwachungsstaat der Devise „Alle überwachen alle” angekommen.

Wenn alle gut sind, wo sind dann die schlechten? Das kann definitiv nicht funktionieren und mündet in einem gefährlichen System, das die Gesellschaft komplett verändern wird.

Ich wusste ja, das der Computer alles verändern wird, aber er wird so einen Einfluß auf unseren Alltag einnehmen, wie wir es gar nicht vorstellen können. In der 3sat Sendung wurde das hegelsche System der gegenseitigen Beeinflußung kurz angerissen, wie sich Dinge und Menschen gegenseitig beeinflußen. Wir sind auf dem besten Weg, unsere Herrschaft über die Dinge zu verlieren und selbst zum Knecht zu werden.

Ich hoffe nicht, miterleben zu müssen, wie Staatsgewalten aktive Graffitisten, die im öffentlichen Raum agieren, unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung verhaften, da diese durch installierte Antiterrorkameras entdeckt wurden.

It’s more fun to compute? Wir sind die Roboter! © Kraftwerk

Street Art ohne Farbsprühdose

Februar 4th, 2010

Erstaunlich. Sobald man als Künstler der sündigen Farbsprühdose abschwört, stellt sich anscheinend der Erfolg ein. So auch bei meinem Kumpel Stefan Strumbel aus dem beschaulichen Offenburg. Hier ein netter Artikel aus der New York Times.

Street Art ohne Farbsprühdose. Wow. Haben wir es hier mit einem Verdrängungswettbewerb zu tun?

Wow

Februar 4th, 2010

Der Grund warum ich keine Werbung mehr mag sind Kampagnen wie diese:

Help the Oma. Typischer Werberhumor, den sich nur überhebliche Werbeuschis und -heinis ausdenken können. Ohne Ansatz, keine relevante Idee, absolut lustlos. Nix. Nicht mal geschenkt möchte man so einen Quatsch.

Schade, ich dachte Saatchi wäre eine gute Agentur.

Keine Privatwirtschaft ohne Staatswirtschaft

Februar 4th, 2010

So, jetzt ist es raus: Keine private Wirtschaft ohne staatliche Wirtschaft. Privare-lat.: berauben zeigt es uns doch an, was hinter dem Begriff steht. Wir berauben durch unsere Leistung die Instution Staat. Ergo kann es keine Wirtschaftskrise des privaten Sektors geben, sondern nur eine staatliche. Ob dies mit Absicht oder tatsächlich mit Missmanagement zu tun haben könnte, ist mir noch nicht bewusst. Dies wird sich aber, wie immer im Nachhinein zeigen.

Klingt vielleicht etwas wirr, ist es aber nicht, wenn man den Verlustzahlen der Bad Papers der Banken in den Medien glauben darf.

Ich bin gespannt was die Regierung aus 100 Tage schwarz/gelb gemacht hat. Heraldisch gesehen steht schwarz/gelb übrigens für Nacht und Sonne. Also, alles beim alten?