Bomber

Vinylking 2001, Bleistiftzeichung, Photoshop-Rasterung

Bombertag 2007

 

 

Hallo,

mein Name ist Helge W. Steinmann a.k.a. BOMBER und ich bin ein analog und digital arbeitender Künstler und Gestalter aus der Rhein-Main Region.

 

Warum der Name „BOMBER ®” ?

 

Meine Gestaltungskarriere mit der Farbsprühdose und Marker, das so genannte Stylewriting (volkstümlich auch Graffiti genannt) nach dem Prinzip „Be the change you wish to see” startete 1988.

In Paris sah ich eine beeindruckende Anzahl so genannter Tags des Graffitikünstlers „BOXER” CTK im Stadtbild. Ich begann mir einen Namen auszudenken, der ähnlich klang und kam dabei auf den Namen „BOMBER”. Erst nach und nach realisierte ich, dass bombing oder to bomb ein quantitatives Merkmal des Graffiti/stylewritings bedeutet.

Ebenso bedeutet der Namen in vielen romanischen Sprachen einen geschlossenen Behälter, der unter Druck steht. Ich möchte daher jeglichen politischen oder gewalttätigen, bzw. militärischen Zusammenhang ausschließen, denn die Namensgebung war einfach reiner Zufall und hätte auch grundsätzlich komplett anders ausgehen können, da es beim Graffiti-Stylewriting vorrangig um die Ästhetisierung der Buchstaben, statt um den Inhalt geht.

Die ursprüngliche Idee hinter Grafftiwriting ist die eigene Schriftidee (den STYLE) als Ausstellungsobjekt in die Öffentlichkeit zu tragen. Befreit von ihrer Ein- bzw. Zweidimensionalität, befreit von ihrer Zweckhaftigkeit, gegeneinander nur durch ihre Stilistik kämpfend, schafft der Graffitiwritingkünstler Schrift von ihrer Gesetzmäßigkeit zu entbinden. Er schafft es, sie eigenständig zwischen allen Menschen zu positionieren. Dabei nutzt er sie einerseits als bewußte und abstrakte, in sich politisch und humanistische Antwort auf die absichtliche Penetration seitens der Werbung und der Medien. Andererseits wird das Grafftiwriting zum individuellen Aufschrei innerhalb einer oftmals unmenschlichen Architektur. Graffitiwriting war die archaische Wiederentdeckung des öffentlichen Raums als Gestaltungsobjekt, die einen Bogen bis in die Anfänge des menschlichen Zusammenseins schlug.

BOMBER 2009

Was wäre Bomber ohne Bomberjacke? Hier meine aus den Jahren 1992 -1998

 

 

CityIndians_WarHol-

City Indianz War Hol. Freestyle Piece together with Katmando at my Hall of fame/Brotfabrik Frankfurt, Piece of the month at the british mag Hip Hop Connection, 1990

 

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Meeting of Styles 1998, Bomber, Blade (NYC), Cantwo am Schlachthof Wiesbaden

Vor einer frisch angebrachten Harald Naegeli Figur an der Schirn, Frankfurt 1993 © Peter Loewy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alles was man kaufen kann, ist eine Erlaubnis oder Ein komplett anderes Verständnis und eine andere Definition des Begriffes Kunst …

Meine Wurzeln liegen in der momentan größten weltumspannenden Kunstbewegung, der Graffiti-/ Stylewritingkultur (klassenlose nichtgenehmigte und genehmigte Gestaltung und experimentelle Typografie/Schriftkunst und Schriftbilder im öffentlichen und privaten Raum), auf die ich durch den Film „U-Bahn-Bilder und Verrückte Beine” aufmerksam wurde. Dies war der ursprüngliche Titel des Films „Stylewars”, der in Deutschland das erste Mal 1985 im Fernsehen lief. Stylewriting/Graffiti hebt das vermeintlich elitäre Kunstmonopol auf und schafft eine Basis um eine umfassende und ursprüngliche Auffassung von Gestaltung und Werk in die Öffentlichkeit zu tragen und einen Medienwandel zu implementieren. Da Stylewriting den öffentlichen und privaten Raum als mediale Transportoberfläche nutzt, nahm und nimmt es den Freiheitsgeist der so genannten digitalen (sozialen) Netzwerke vorweg.

Als Projektionsfläche des Hasses auf  „wildes Graffiti“ bin ich gewohnt mit Vorwürfen umzugehen und gebe gerne bereitwillig Auskunft über die Hintergründe der angeblichen Paralellkultur Graffiti/Stylewriting/Street- Urban Art.

 

Es ist der Künstler, der dem Material zu echtem Wert verhilft.  Bomber

 

LITTERIS SERVABITUR ORBIS

Trotz und/oder gerade wegen des vorherrschenden Bildungssystems hoffe ich zu einem kritischen Geist gereift zu sein und bin unter dem Künstlernamen/Pseudonym BOMBER schnell für meine extremes Wirken, meinem hohen Maß an Qualität bekannt und Vorbild einer ganzen Generation von Graffiti/Stylewritingkünstlern geworden. Während meines Kommunikationsdesign-Studiums von 1990 bis 1994 an der FH Darmstadt begann ich mich für digitale Bildbearbeitung zu interessieren, verleihe seitdem beiden Einflüssen in meiner Arbeit Ausdruck und war zwischenzeitlich Inhaber und Mitbegründer zweier Agenturen, Oxygen 1995 und Headlab (unter anderem mit Sandor Szabo, dem Erfinder der Milka lila Kuh) 2000.

Als Pionier innovierte ich viele Geschäftsideen und -felder rund um das Thema Urban Art/Lifestyle Kommunikation/Native Advertising und verstand frühzeitig Graffiti, respektive Stylewriting und die Benutzung der Farbsprühdose nicht nur als Problem, sondern als Gestaltungselement zu verstehen. So finanzierte ich mir mein Kommunikationsdesign-Studium an der FH Darmstadt mit Graffitiaufträgen, zusätzlich zum damaligen Bafög-Höchstsatz und erschuf meine erste Marke zusammen mit Thomas Markert, namens Ilegal Dzigns, 1990.

1992 und 1994 veranstaltete ich die bis dahin vermutlich größten Hip Hop Jams in Europa, Spring Jam 1 und 2 in Frankfurt. 1993 wurde ich eingeladen am Deutschland Part der Godfather of Rap Tour teilzunehmen. Earths Edge feat. MC CalSki, Darco, Fresh Force und ich begleiteten DJ Grandmaster Flash, Sugarhill Gang und Kurtis Blow in die Städte Karlsruhe, Hamburg und München.

Ebenso 1993 wurden Darco aus Paris und ich zum Bundeskanzlerfest in Bonn unter Helmut Kohl durch das Deutsch-Französische Jugendwerk DFJW/OFAJ eingeladen eine 10 x 2 m große Fläche zu gestalten. Zusammen mit Darco und Loomit sprühten wir ebenso für das Deutsch-Französische Jugendwerk DFJW/Office franco-allemand pour la Jeunesse, OFAJ 1994 einige Werke auf Leinwand in Saarbrücken.

 

Darco & Bomber @ Bundeskanzlerfest Bonn 1993

 

 

Viele Reisen in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, England, Italien, Österreich und Polen folgten, in deren Zug ich eine Menge Kontakte knüpfte und Freundschaften band, die zum Großteil bis heute anhalten.

So hatte ich auf der Kunstmesse Art96 in Frankfurt einen Stand auf dem ich viele Street Artists und europäische Pioniere vertrat. Unter anderem vertraten wir H.R. Giger, den legendären Maler, Zeichner, Airbrusher und Erfinder des Oscar-prämierten Aliens.

 

SIDA (AIDS) Festival Paris/Garche feat. Loomit, Darco, Bomber, Gawky, Specter 1993

 

Politiker sprechen gerne im Zusammenhang mit unbeauftragten Graffiti/Stylewriting von einem pädagogischen Problem. Dem möchte ich hier widersprechen und ungenehmtiges Graffiti im öffentlichen Raum nicht als Problem, sondern als Reaktion und Ergebnis einer soziokulturellen Entwicklung bezeichnen. Hierbei von einer Minderheit zu sprechen ist mittlerweile in Anbetracht der Kontinuität und Masse nur als untertriebene Unwahrheit zu bezeichnen.

 

Graffiti als zweite Instanz folgt nur der Sachbeschädigung … Prof. Hans Puttnies

 

Als Aktivist mit Chuzpe gründete ich mit vielen anderen Sprüherkollegen/-kolleginnen, Sprühkünstlern, Sprayern, anderen bildenden Künstlern, Anwälten, Politikern und Fans der Sprüh- und Fassadenkunst aus dem deutschsprachigen Raum den Verein Einwandfrei e. V. – Verein für Kunst im öffentlichen Raum.  Gegründet 2004, noch vor der BGB § 303 Änderung (Tatbestand der Sachbeschädigung) als Interessenvertretung, als Gegenpol einer Pauschalverurteilung und Lobby der Graffiti/Street- und Urban Art Bewegung, fristet dieser Verein mittlerweile leider nur nich ein Schattendasein und seine Aktivitäten liegen zum Großteil brach.

Natürlich ist Graffiti, respektive Stylewriting natürlich auch und vorrangig ein Gestaltungselement, die Farbsprühdose ein Gestaltungswerkzeug/Designtool, wenn auch oftmals ein unerwünschtes. Daher bilde ich seit 2007 zum Mediengestalter – Digital und Print aus und bin immer wieder Vortragender (z.B. auch über Semantik) an verschiedenen Veranstaltungen wie Pecha Kucha, der TEDx Rhein Main, Schulen oder auch Institutionen, wie z.B. der Goethe Universität.

2012 und 2013 war ich Schulkünstler des Schulkünstlerprojektes der Frankfurter Sparkassenstiftung. Zuerst an der Brüder Grimm Schule in Frankfurt am Main, deren Schülern ich im freiwilligen Nachmittagsunterricht einen einjährigen Einblick in die künstlerische Tätigkeit eines Künstlers/Gestalters bieten durfte. Ende 2013 durfte dann die Carl von Weinberg Schule in Niederrad in den Genuss eines Artworks kommen.

Nach 85 Praktikanten im Laufe der letzten 15 Jahren, bilde ich in meinem Gestaltungsbüro ab September 2017 meinen zweiten Auszubildenden als Mediendesigner in Digital und Print aus. Dies bedeutet, daß ich keine Paktikumsgesuche mehr annehme.

 

 Nothing was ever achieved without enthusiasm. Ralph Waldo Emerson

 

 

Bomber TEDx Rhein Main 2012 ”Everything communicates” © Christian Nielebock

 

Privat/46 Lieblingsplätze, eine Dokumentation für IKEA mit Fotos von Götz Schwan, 2003. Private/46 favourite places, a documentary for IKEA with pictures by photographer Götz Schwan.

 

 A totaly different meaning and appreciation of the word art …

»Bomber« as the name itself, results out from the early style writing/graffiti years and stands in one part as a pseudonym of the artist, and in second for the name of one famous, german style writing/ graffiti legends.

Hello!

My Name is Helge W. Steinmann a.k.a. Bomber and I am a analog and digital craft Artist from the Frankfurt/Rhine-Main Area, Germany. I have always been fascinated by computer animation and computer generated artwork and the freedom of being able to create everything imaginable, but have switched fast back to real live and painting most of the time with classic painting tools, misused – and selfgenerated tools. I love to learn and work on creative projects that are challenging.

When I am not pushing polygons I love to do inform myself about nature and travel the world to experience different cultures!

Welcome …

STATEMENT

My design career with the spray can and marker i.e. in stylewriting (also known as Graffiti) started in 1988 following the principle “be the change you wish to see”.

Today art work with spray can and other materials/tools in the public and private spaces is referred to as Urban Art or Street Art. In Paris I saw an impressive number of tags by the graffiti artist “BOXER” CTK.

I started to search for a name with a similar touch and found “BOMBER”. Later I discovered that bombing or to bomb denote a quantitative aspect of graffiti writing. In many Romance languages BOMBE refers to a pressurized closed container. I would like to emphasize that the name BOMBER has no military or violent connotation whatsoever. It is simply the result of coincidence. It could also have become a totally different name because in graffiti stylewriting the focus is primarily on the aestheticization of letters and less on content.  

 

 

Urban Artist Bomber and Granny, 2009. © Chris Meyerholz

Urban Artist Bomber and Granny, 2009

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